Verleihung der Flutmedaille Rheinland-Pfalz 2021

Feuerwehr

Feuerwehren der Verbandsgemeinde Eich

Dass der größte Teil von Deutschland von rein Freiwilligen Feuerwehren betreut wird, ist vielen Bürgern gar nicht bewusst. Oft herrscht die Meinung vor, dass es ehrenamtliches Engagement nur hier bei uns auf dem „flachen Land gibt“. Die Freiwilligen Feuerwehren sind aber nicht nur in kleinen Gemeinden eine wichtige Stütze des deutschen Notfall- und Katastrophensystems, sondern auch in größeren Städten. Sie garantieren uns Bürgern einen hohen Sicherheitsstandard.

Wir wollen Ihnen auf diesen Seiten unsere örtlichen Feuerwehren und die verantwortlichen Männer und Frauen vorstellen. Sie erfahren Wissenswertes über die Feuerwehr, erhalten allgemeine Tipps für bestimmte Gefahrensituationen oder finden Ansprechpartner und Adressen.

Feuerwehrfahrzeuge auf Anfahrt
Feuerwehrfahrzeuge auf Anfahrt 



  • Der Notruf - Telefon 112

    Wenn es zu einem Brand oder einem Unfall gekommen ist oder ein Rettungswagen oder der Notarzt benötigt werden, zählen Sekunden.

    Wichtig ist, möglichst schnell die 112 zu wählen und den Notruf ruhig und vollständig absetzen.

    Der Leitstellendisponent nimmt nun den Notruf entgegen. Er wird Ihnen die 5 W-Fragen stellen, um sich ein Bild der Lage zu machen.

    • Wer ruft an?
    • Wo ist etwas passiert?
    • Was ist passiert?
    • Wie viele Personen sind betroffen?
    • Warten Sie eventuelle Rückfragen ab!

    Das Telefonat wird durch den Leitstellendisponenten beendet.
    Während der Abfrage gibt dieser die Informationen in den Computer ein. Durch diese rechnerunterstützte Alarmierung werden nun die Feuerwehr und gegebenenfalls auch Rettungswagen und Notarzt alarmiert. Über tragbare Funkalarmempfänger der Feuerwehrangehörigen der betreffenden Freiwilligen Feuerwehren werden diese alarmiert und erhalten eine Durchsage mit Informationen zum Schadensfall, zusätzlich werden die Feuerwehren mittels Sirene alarmiert.

    Je nach Tageszeit verlassen die Feuerwehrmänner ihren Arbeitsplatz oder kommen von Zuhause. Schon kurz nach der Alarmierung treffen die Feuerwehrangehörigen an der Feuerwache ein und besetzen die Fahrzeuge sowie die Feuerwehreinsatzzentrale.
    Die Fahrzeuge rücken zur Einsatzstelle aus und bereits während der Fahrt rüstet sich die Mannschaft mit der Schutzausrüstung aus. Bei einem Brandeinsatz werden beispielsweise schon die Atemschutzgeräte im Fahrzeug angelegt. Nach wenigen Minuten Fahrzeit erreichen die ersten Kräfte den Einsatzort. Einfacher ist es für die Feuerwehr den Einsatzort zu finden, wenn sie bereits auf der Straße durch Winken eingewiesen wird.

  • Wie reagiert man auf Gasgeruch?

    Wenn Sie im Haus oder in der Wohnung den typischen Geruch von Gas feststellen, ist äußerste Vorsicht geboten. Um eine folgenschwere Explosion zu vermeiden, müssen sofort einige Maßnahmen ergriffen werden.

    • Klingeln Sie nicht an der Wohnungstür, wenn Sie Ihren Nachbarn warnen. Machen Sie sich durch Rufen aufmerksam.
    • Sperren Sie nach Möglichkeit den Hauptgashahn im Keller.
    • Verlassen Sie mit Ihren Mitbewohnern das Gebäude.
    • Rufen Sie über Notruf 112 die Feuerwehr, aus sicherer Entfernung zum Gebäude.
  • Verhalten bei Fettbränden

    simulierte Fettrandexplosion
    Fettbrand (simuliert)

    Schnell kann es zu einem Fettbrand im Haushalt kommen. Grund hierfür sind oft zu hohe Temperaturen in einer Pfanne, Friteuse oder defekte Geräte.

    NICHT mit Wasser löschen!

    Durch das Wasser kommt es zu einer Fettexplosion. Das Wasser hat einen Siedepunkt von 100° Celsius, es verdampft in dem brennenden Fett schlagartig. Bereits ein Liter Wasser wird zu 1700 Liter Wasserdampf. Dieser Wasserdampf schleudert das brennende Fett aus dem Topf und es verbrennt aufgrund der feinen Verteilung explosionsartig!

    RICHTIG: Das brennende Gefäß mit einem passenden Deckel oder einer Löschdecke verschließen oder den Brand mit einen Fettbrandlöscher der Brandklasse F abzulöschen.

  • Der Notfallrucksack - im Notfall alles griffbereit

    Beispiele, die in einen Notfallrucksack gehören
    Beispiele, die in einen Notfallrucksack gehören

    Wenn es schnell gehen muss: Das Notgepäck

    Um auf plötzliche Notfälle wie Unwetter, Stromausfälle oder Evakuierungen vorbereitet zu sein, empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausdrücklich, ein Notgepäck zu besitzen.

    Das Notgepäck soll dazu dienen, die ersten Tage außer Haus zu überbrücken. Für jedes Familienmitglied soll ein Rucksack mit dem Nötigsten gefüllt sein. Im Gegensatz zu Koffern oder Taschen haben Rucksäcke den Vorteil, beim Tragen die Hände frei zu haben, um sich eventuell abzustützen oder anderen Menschen beim Gehen zu helfen.

    Das gehört in den Notfallrucksack:

    • Persönliche Medikamente
    • Erste-Hilfe-Material, Hygieneartikel
    • Kopien wichtiger Dokumente wie Personalausweis, Impfpass, Geburts- und Heiratsurkunden
    • Taschenlampe, Reservebatterien
    • Wasser, Verpflegung für ca. 2 Tage
    • Kleidung für ein paar Tage
    • Kopfbedeckung
    • Decke
    • Ladekabel für Smartphone ggf. Powerbank


    Das BBK weist darauf hin, dass nicht alle wichtigen Gegenstände im Notfallgepäck untergebracht werden können, da sie regelmäßig gebraucht werden.

    Dazu zählen:

    • Personalausweis
    • Bargeld und Geldkarten
    • Krankenkassenkarte
    • Haustürschlüssel
    • Smartphone

    Übrigens:

    Der Notfallrucksack sollte regelmäßig überprüft werden, denn ...
    Medikamente können ablaufen, Lebensmittel verderben, Geräte kaputtgehen, Kleidung zu klein oder zu groß werden (insbes. Kinderkleidung)